Queen – Eine Band schreibt Geschichte

Nachdem sich die Band Queen 1970 in England gründete, blieb ihre Besetzung mit Freddie Mercury (Gesang, verschiedene Instrumente), Brian May (Gitarre, Gesang), Roger Taylor (Schlagzeug, Gesang) und John Deacon (Bass, Gesang) mehr als zwanzig Jahre lang unverändert. Mehr als 320 Millionen verkaufte Tonträger machen Queen zu einer der erfolgreichsten Bands weltweit. Jeder der vier Musiker steuerte Eigenkompositionen zum Repertoire der Band bei, die über eine enorme stilistische Bandbreite verfügte. Vier ihrer grössten Hits sind: We Are the Champions (Freddie Mercury), Another One Bites the Dust (John Deacon), We Will Rock You (Brian May) und Radio Ga Ga (Roger Taylor).

 

Die Entstehung

queenBereits 1968 spielten Brian May und Roger Taylor gemeinsam mit dem Sänger und Bassisten Tim Staffell in der Band Smile. Nach einigen Auftritten und Studioaufnahmen verliess Tim Staffell die Band. Freddie Bulsara, der sich später Freddie Mercury nannte, war zuvor Sänger bei der der Band Ibex und ein Freund von Tim Staffell. Über ihn lernte er die Mitglieder von Smile kennen, und nach Staffells Abschied gründeten Mercury, May und Taylor 1970 die Band Queen. Es folgten Auftritte mit wechselnden Bassisten, bis sich nach langem Suchen schliesslich John Deacon 1971 der Band anschloss. In dieser Formation bestand Queen bis zum Tod von Freddie Mercury am 24. November 1991 im Alter von nur 45 Jahren.

 

Erste Erfolge

Anfang 1973 entstanden erste Aufnahmen für die BBC-Radiosendung Sounds of the `70s, denen weitere BBC-Sessions folgten. Schliesslich wurde Queen am 9. April 1973 im Marquee Club in London der Presse vorgestellt. Der Song Keep Yourself Alive war Queens erste Singleauskopplung des im Juli 1973 folgenden Debüt-Albums, das schlicht Queen hiess. Auf dem Album zeigte die Band einen Querschnitt ihres Schaffens der vorangegangenen Jahre. Keep Yourself Alive schaffte 280913-Sepikes nicht in die Charts und bereits kurz darauf begann die Arbeit an ihrem zweiten Album. Es folgte eine Tour durch England auf der Queen als Vorgruppe von Mott the Hoople spielte. Ihre zweite Single Seven Seas of Rhye, die Anfang 1974 erschien, erreichte bereits Platz zehn in den britischen Charts. Es war ihr erster Hit und auch die folgende Tour zum Erscheinen des zweiten Albums Queen II war ein kommerzieller Erfolg. Erste internationale Erfolge erzielte Queen mit ihrer dritten Single Killer Queen und dem dazugehörigen Album Sheer Heart Attack im November 1974. Hier zeigte Queen bereits die grosse Bandbreite ihres Könnens von harten Rocksongs bis hin zu Balladen.

 

Durchbruch und Welterfolg

Queen’s viertes Album A Night at the Opera erschien im November 1975 und brachte Queen endlich den kommerziellen Durchbruch. Die bereits vorab erschienene Single Bohemian Rhapsody schaffte den Sprung auf Platz eins der britischen Charts und konnte sich dort neun Wochen lang halten. Spätestens ab jetzt begründete Queen ihren Ruf als eine der aufregendsten Livebands der Welt. Mit spektakulären Bühnenshows und dem extrovertierten Auftreten des Sängers Freddie Mercury füllten sie die grössten Hallen und Stadien und begeisterten ihre Fans weltweit. Es folgten grosse Hymnen wie We Will Rock You und We Are the Champions, und ihre mit hoher Perfektion produzierten Studioalben gelten als Meilensteine der Musikgeschichte. Höhepunkte ihrer Karriere sind die Auftritte bei dem ersten Rock in RioFestival vor über 250.000 Menschen im Januar 1985 und ihr Konzert im gleichen Jahr bei dem Benefizkonzert Live Aid im Wembley-Stadion in London. 1986 sollte ihre letzte Tournee folgen – sie spielten von Juni bis August vor ausverkauften Hallen in ganz Europa. Das Abschlusskonzert der Magic Tour im Knebworth Park war zugleich ihr letzter gemeinsamer Liveauftritt.

 

Der Abschied

antigua-foto-queen-freddy-mercuryano-1980_MLA-F-2779366169_062012-580x386Nach verschiedenen Soloprojekten der Bandmitglieder und dem Studioalbum The Miracle von 1989, erschien im Januar 1991 mit Innuendo das letzte Album von Queen. Es gab Gerüchte, nach denen Freddie Mercury an AIDS erkrankt sei, die dieser aber immer wieder bestritt. Schliesslich, am 23. November 1991, bestätigte Freddie Mercury gegenüber der Öffentlichkeit seine AIDS-Erkrankung. Nur wenige Stunden nach dieser Erklärung starb er am 24. November 1991 an einer Lungenentzündung. Er wurde nur 45 Jahre alt.

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