ABBA – Musik für die Ewigkeit

Kaum eine andere Band hat die Musiklandschaft des 20. Jahrhunderts derart nachhaltig geprägt wie die schwedische Popband ABBA. Auch 40 Jahre nach dem Sieg beim „Eurovision Song Contest“ (damals noch „Grand Prix Eurovision de la Chanson“) im britischen Brighton hat die Musik der vier Schweden nichts von ihrer einzigartigen Faszination eingebüsst. Anhaltende Popularität, kommerzielle Verkaufsrekorde und völlig neuartige Wege bei Komposition, Arrangement und Aufnahme haben die Band schon während ihrer aktiven Zeit zwischen 1972 und 1982 unsterblich gemacht.
Die Musik

Bereits den Sieg beim „Grand Prix“ im Jahre 1974 verdankten Björn, Benny, Agnetha und Anni-Frid einem extrem neuen und frischen Sound. Dazu profitierten die Vier von den seinerzeit aufkommenden neuen technischen Möglichkeiten durch elektronische Instrumente und verbesserte Aufnahmeverfahren. Ausserdem handelte es sich bei den beiden kreativen Köpfen der Band (Björn Ulvaeus und Benny Andersson) um ein Duo, dessen Bedeutung aus heutiger Sicht mit Lennon/McCartney verglichen wird. Das so geschaffene Klangbild und die neuartigen Harmonien erhielten durch die stimmlichen Möglichkeiten der beiden Frontfrauen Agnetha Fältskog und Anni-Frid „Frida“ Lyngstad weitere attraktive Merkmale. So entstanden unsterbliche Songs wie aus einem Guss, die eingängig, aber nie langweilig sind.

Die Songs

Dem Siegertitel „Waterloo“ folgten unzählige weitere Hits, mit denen ABBA regelmässig in den Charts vertreten war. Die Preise der Branche regneten auf die vier Schweden nieder und machten ABBA zu einer der kommerziell erfolgreichsten Gruppen aller Zeiten. Viele ihrer Titel sind bis heute Klassiker der Popgeschichte und gehören zu jeder gelungenen Party. Dabei ist die Musik der acht Studioalben von ABBA (1973 – 1981) hinsichtlich der Qualität gleichbleibend hoch. Deutliche Unterschiede sind aber bei den Melodien und Harmonien der Kompositionen auszumachen, die auf private Beziehungsprobleme der beiden Paare zurückgehen. Aus „Gute-Laune-Songs“ wie „Mamma Mia“ (1975) oder „Dancing Queen“ (1976) sind in den späteren Jahren schwermütige und düstere Balladen wie „The Winner Takes It All“ (1981) oder auch „One of Us“ (1981) geworden. Björn Ulvaeus und Benny Andersson haben damit das Ende ihrer jeweiligen Ehe verarbeitet. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass selbst die späteren Titel trotz ihrer Schwermut betont harmonisch sind. Fans sprechen hier sogar von einer „schmerzlichen Schönheit“ der Songs.

ABBA kommerziell

Auch wenn der Stern von ABBA mit der Auflösung im Jahre 1982 etwas von seinem Glanz verloren haben mag, so ist er doch bis heute nicht untergegangen. Bereits in den zehn Jahren der Existenz der Band verkauften die vier Schweden geschätzte 120 Millionen Tonträger. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurden daraus etwa 350 Millionen und im Jubiläumsjahr 2014 werden wohl – auch dank Kinofilm und Musical – die 400 Millionen überschritten. Ausserdem hat Agnetha im Jahr 2013 ihre selbst gewählte Abgeschiedenheit beendet, weshalb zum 40. Jahrestag von Brighton wieder heftig über einen gemeinsamen Auftritt spekuliert wird.

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