Led Zeppelin – das bleierne Luftschiff

Um es vorwegzunehmen – mehr als 300 Millionen verkaufter Alben machen Led Zeppelin zu einer der kommerziell erfolgreichsten Bands aller Zeiten. Gegründet im Jahr 1968 spielten sie bis zum Tod ihres Schlagzeugers im September 1980 in unveränderter Besetzung; Robert Plant (Gesang), Jimmy Page (Gitarre), John Paul Jones (Bass und Keyboard) und John Bonham (Schlagzeug). Diese vier Musiker gelten heute als Pioniere und Wegbereiter des Heavy Metal und Hardrock. Doch der Reihe nach…

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Ursprung und Gründung

Jimmy Page war seit 1966 zuerst Bassist, dann Gitarrist der englischen Band The Yardbirds. Nachdem alle Musiker, bis auf Page und den Bassisten Chris Dreja, die Band verlassen hatten, begannen die beiden eine neue Band zu formieren. Eine Anfrage bei dem Sänger Terry Reid blieb erfolglos. Er empfahl ihnen jedoch den Ex-Sänger der Band Hobbstweedle, Robert Plant. Dieser sagte zu und brachte seinerseits den Schlagzeuger John Bonham mit. Als kurz darauf auch noch Dreja der Band den Rücken kehrte, erinnerte sich Page an den Bassisten John Paul Jones, mit dem er zuvor bereits bei diversen Sessions gespielt hatte. Dieser sagte zu und das war die Geburtsstunde von Led Zeppelin.

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Aufgrund noch geltender Yardbirds-Verträge spielte die Band im September 1968 unter dem Namen The New Yardbirds. Nach einer kleinen Tournee durch Skandinavien änderten sie schliesslich ihren Namen. Grossen Einfluss auf die Namensgebung soll der The Who-Schlagzeuger Keith Moon gehabt haben. 1966 hatte er geäussert, dass eine Band mit Jimmy Page „wie ein bleiernes Luftschiff“ (like a lead zeppelin) abstürzen würde. Die Band griff diesen Ausspruch auf und änderte das Wort lead in led ab. Die Band hatte ihren neuen Namen.

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Erste Tourneen und Debütalbum

Nachdem die Band zuerst noch als Support für Alice Cooper, Iron Butterfly und Vanilla Fudge auftrat, wurde sie bald von Atlantic Records unter Vertrag genommen. Sie spielten in unglaublichen 30 Stunden ihr Debütalbum ein, das im Januar 1969 unter dem Namen Led Zeppelin veröffentlicht wurde. Bereits hier wurde die Fusion mehrerer Musikgenres deutlich. Starke Einflüsse aus Blues und Folk sind erkennbar, aber auch härtere Rock- Klänge deuten sich bereits an.

Nach zunächst gemischter Resonanz wurde das Album im Nachhinein von der Musikpresse sehr positiv besprochen. Heutzutage gilt es als Meilenstein in der Entwicklung von Heavy Metal und Hardrock. Bezeichnenderweise war auf dem Cover ein Bild des brennenden Luftschiffes Hindenburg zu sehen. Bei Produktionskosten von nur 1.800 Pfund spielte das Album 3,5 Millionen Pfund ein. Ein massgeblicher Anteil an dem kommerziellen Erfolg der Band wird dem Manager Peter Grant zugesprochen.

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Erfolg und Weltruhm

Im Sommer 1971 tourte die Band äusserst erfolgreich durch Japan und Nordamerika. Im November erschien ihr mittlerweile viertes Album, dessen Titel aus vier kryptischen Symbolen bestand. Bekannt wurde es unter dem Namen Four Symbols. Auf der Platte war zum ersten Mal das wohl bekannteste Stück der Band zu hören – Stairway to heaven. Mit alleine in den USA verkauften 23 Millionen Exemplaren gehört Four Symbols heutzutage zu den vier meistverkauften Alben überhaupt.

Es folgten im Jahr 1972 mehrere kurze Tourneen, unter anderem durch Australien, Japan, Neuseeland und die USA. Im November startete die Band, nach zwei Auftritten in Montreux, eine ausgedehnte Tournee durch England. Im März 1973 erschien im Anschluss an eine Europatournee das Album Houses of the Holy, gefolgt von einer sehr erfolgreichen USA-Tournee. Im Rahmen dieser Tournee wurde ein Grossteil des Filmmaterials für den Konzertfilm The Song Remains the Same gedreht.

In den folgenden Jahren tourte die Band äusserst erfolgreich durch die ganze Welt und festigte ihren Ruf als sensationelle Live-Band mit mehr als dreistündigen Bühnenshows. Diese Jahre waren der Zenit ihres Welterfolges.

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 Der Tod von John Bonham und das jähe Ende

Im Rahmen einer Europatournee im Jahr 1980 spielte die Band auch in neun österreichischen und deutschen Städten. Am 26. Juni wurde Jimmy Page auf der Bühne der Wiener Stadthalle von einem aus dem Publikum geworfenen Knallkörper getroffen. Das Konzert wurde solange unterbrochen bis der Täter gefasst wurde. Auch am 27. Juni wurde ein Konzert in Nürnberg abgebrochen, nachdem der Schlagzeuger John Bonham zusammengebrochen war. Nach weiteren Konzerten in Mannheim, Frankfurt, Zürich und München folgte am 7. Juli das letzte gemeinsame Konzert der Band in der Berliner Eissporthalle.

Das Ende der Band wurde durch den Tod von John Bonham am 25. September 1980 besiegelt. Er wurde tot in seinem Bett im Haus von Jimmy Page aufgefunden, erstickt an seinem eigenen Erbrochenen. Als Ursache wird übermässiger Alkoholkonsum vermutet. Die Band teilte der Öffentlichkeit auf einer Pressekonferenz am 4. Dezember 1980 ihre Auflösung mit. Ohne John Bonham sei eine Zukunft der Band undenkbar. Aber der Mythos dieser Band ist ungebrochen und auch heute, 34 Jahre nach ihrer Auflösung, hat Led Zeppelins Musik nichts von ihrer Kraft und Faszination eingebüsst.

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