Ausbildung zum Mentaltrainer – ein Beruf mit Zukunft

Beinahe aus keinem Lebensbereich kann der Mentaltrainer noch weggedacht werden. Er begleitet seine Klienten durch den Alltag, hilft bei privaten und beruflichen Problemen – und ebnet damit vielfach den Weg zum Erfolg. Wie gestaltet sich aber die Mentaltraining Ausbildung und welche Voraussetzungen müssen durch die Bewerber erfüllt werden?

balance-blur-close-up-668353Der Mentaltrainer – was ist das eigentlich?
Viele Menschen kennen das Problem: Hinsichtlich Wissen und Können bringen sie alle Voraussetzungen mit, um im Job oder im sonstigen Leben erfolgreich zu sein. Aber der Kopf spielt bei diesem Vorhaben einfach nicht mit. Kleinere und größere Ängste, manche Nöte, vielleicht auch ein zu langes Zögern beim Fällen von Entscheidungen – es sind genau diese Hürden, die die Psyche einigen Personen stellt. Nicht immer ist es dabei notwendig, eine grundlegende Therapie zu absolvieren. Vielmehr kann ein Begleiter in den alltäglichen Lebenslagen oft besser helfen – und vor allem jene Wege zum Erfolg aufzeigen, die der Betroffene meist selbst nicht erkennt. Wer in diesem Berufsfeld agiert, sollte daher vor allem einfühlsam und kommunikativ sein.

Mitdenken und mitfühlen
Neben den genannten Eigenschaften ist es wichtig, selbst über ein großes Einfühlungsvermögen zu verfügen. Die Aufgabe des Mentaltrainers besteht nicht darin, seine Sichtweise gegen den Widerstand seines Klienten durchzusetzen. Vielmehr sollte er dessen Gefühle und Gedanken verstehen und auf dieser Basis eine Lösung finden, die seinem Gegenüber hilft. Zugleich ist es empfehlenswert, einen offenen Charakter mitzubringen. Zuweilen liegt das, was einen Menschen am Erfolg hindert, tief im Unterbewusstsein  verborgen. Derlei Probleme zu erkennen und über Wochen oder Monate zu beheben, erfordert ein besonderes Fingerspitzengefühl im Umgang mit der menschlichen Psyche. Ebenso gilt es, diplomatisch – aber mit Nachdruck – die erkannten Schwächen aufzuzeigen und den Klienten darauf hinzuweisen, dass sie es sind, die dem beruflichen oder privaten Fortschritt im Wege stehen.

Keine Ausbildung im klassischen Sinne
Die Mentaltraining Ausbildung gilt jedoch nicht als anerkannter Lehrberuf. Sie umfasst daher keine feste Dauer und ist nicht mit zwingend vorgeschriebenen Inhalten versehen. Zugleich wird aber auch an den Universitäten das Absolvieren der Ausbildung nicht ermöglicht. Meist handelt es sich also um private Anbieter, bei denen der Grundstoff erlernt werden kann. Erforderlich ist dafür in der Regel ein Schulabschluss, der die mittlere Reife bescheinigt. Besser wäre es allerdings, bereits Erfahrungen in einem beruflichen Umfeld gesammelt zu haben, das den Tätigkeiten von Betreuern, Therapeuten oder sogar Ärzten ähnelt. Die Ausbildung zum Mentaltrainer wird insofern als Weiterbildung oder Spezialisierung angesehen, da sie üblicherweise ein bereits vorhandenes Wissen ergänzt und die Qualifikation im gewünschten Arbeitsbereich erweitert.

Ein gesundes Maß an Nähe zulassen
Doch es ist nicht einmal die Ausbildung selbst, die dem Mentalcoach ein hohes Maß an Einsatz abverlangt. Vielmehr erlernt er in diesem Zeitraum vieles, was er für den Umgang mit seinen Klienten benötigt. Das reine Vermitteln von Wissen spielt dabei eher eine nebensächliche Rolle. Wichtiger ist es dagegen, sich auf seinen Gegenüber einzulassen – damit aber auch diverse Grenzen niederzureißen, die normalerweise zwischen zwei Menschen bestehen. Das Ziel besteht darin, einerseits eine gesunde Distanz zu wahren, andererseits aber doch die Nähe zu suchen. Dieser scheinbare Widerspruch wird durch den Mentaltrainer aufgehoben. Er ist anwesend, aber nicht präsent. Er hilft seinem Klienten auf dem Weg, drängt ihn aber nicht in eine bestimmte Richtung. Die gegenseitige Beziehung verläuft auf Augenhöhe.

Beruf mit Leib und Seele
Hat der Mentalcoach die zumeist etwa anderthalb bis zwei Jahre andauernde Lehrzeit beendet und diese in seinem Bundesland mit einer Prüfung abgeschlossen, so darf er sich praktisch betätigen. Viele der Absolventen wählen nun den Weg der Selbstständigkeit – zu ihren Klienten gehören Einzelpersonen ebenso wie Unternehmen. Wo immer ein Problem dem Erfolg im Wege steht, muss dieses gemeinsam gelöst werden. Damit entsteht ein ebenso vielseitiges wie anspruchsvolles Betätigungsfeld – zudem eines, das den Mentalcoach mit Leib und Seele zu vereinnahmen scheint. Geregelte Arbeitszeiten kennt er kaum einmal, wenn er ganz im Dienste seiner Klienten steht. Der Lohn für diese Mühen ist darin zu sehen, einen Menschen vor dem Scheitern bewahrt und ihm beim persönlichen Vorankommen geholfen zu haben.

Weitere Infos auf https://www.swisspraevensana.ch/diplomausbildung/mentaltrainerin-mit-diplomabschluss.html

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