Die moderne Technik ist in Form von Fütterungscomputern auch in der Tierzucht und Mast angekommen. Damit ist es nicht nur möglich, präzise und bedarfsgerecht zu füttern, sondern auch die Fütterungskosten so gering wie möglich zu halten. Zudem lassen sich mehrere Anlagen gleichzeitig steuern, was eine enorme Entlastung im täglichen Ablauf darstellt.
Vorteile der Fütterungscomputer
Über den Fütterungscomputer bekommen die Mast- und Zuchtschweine immer genau die Futtermenge zugeteilt, die sie benötigen, und zwar in voreingestellten Abständen und Dosierungen. Dabei lässt der Computer auch kleinste Dosen zu und verteilt diese wie gewünscht an die Tiere. Durch den automatisierten Ablauf bei der Fütterung stellt diese keinen zeitlichen Aufwand für den Landwirt dar, er kann sich ganz und gar darauf verlassen, dass die Tiere pünktlich und ausreichend gefüttert werden. Dazu sind außerdem 30 oder mehr verschiedene Mischungen und über 40 verschiedene Komponenten dosierbar – abhängig vom gewählten Computermodell.
Zudem ergibt sich ein vollständiger Überblick über den Bestand, denn der Fütterungscomputer kann mehr als einfach nur Futtermengen zu berechnen. Er ist möglich, das Ein- und Ausgangsgewicht der Tiere aufnehmen zu lassen, das Mastgewicht wird gespeichert und ein Überblick über das benötigte Futter gegeben. Der Landwirt bzw. Mastanlagenbetreuer bekommt damit eine größere Planungssicherheit, denn er kann die hier aufgezeigten Ergebnisse in die weitere Anlagenplanung einfließen lassen. Insofern ergibt sich bei entsprechender Vernetzung ein komplettes System, welches aus automatisch gesteuerter Fütterung, Mastplaner, Lüftung und Sortierschleuse besteht. Der Computer lässt sich hier perfekt einbinden und vervollständigt den „vernetzten Stall“.
Die Sicherung der Daten wird in der Regel auf zwei unterschiedlichen Medien vorgenommen, sodass die Gefahr eines Datenverlusts reduziert ist.
Jedes Detail ist einstellbar
Die Fütterungscomputer ermöglichen eine perfekt auf den jeweiligen Bedarf abgestimmte Fütterung. Dazu sind zwar einige Vorbereitungen im Sinne von Dateneingaben nötig, danach jedoch kann sich der Betreiber der Anlage darauf verlassen, dass das System zuverlässig seinen Dienst verrichtet und rechtzeitig Fehlermeldungen bringt (wenn beispielsweise das Futter in einem Silo nicht mehr nachrutscht). Eingegeben werden können die Fütterungsabläufe pro Tag ebenso wie die Einteilung der Gruppen und in welcher Reihenfolge diese Gruppen gefüttert werden sollen. Welches Futter aus welchem Silo kommt, muss ebenso programmiert werden wie eine Ersatzdosierung, falls es Probleme geben sollte.
Wichtig: Die tägliche Futtermenge wird anhand des Gewichts der Schweine festgelegt. Da diese aber nicht täglich gewogen werden, liegt der Dosierung eine Schätzung zugrunde, die regelmäßig überprüft werden muss. Fressen die Tiere den Trog sehr schnell leer, muss die Futtermenge erhöht werden, da sie sonst hungrig bleiben, was den Masterfolg gefährdet. Bleibt jedoch Futter im Trog zurück, wird der Fütterungscomputer entsprechend nach unten korrigiert und lässt fortan weniger Futter bei den Tieren ankommen.
Da einzelne Veränderungen in den Einstellungen in der Regel Auswirkungen auf das gesamte System haben, sollten die Untermenüs des Computers für Eintragungen benutzt werden. Dank der Vernetzung passen sich die übrigen, davon abhängigen Einstellungen automatisch an.
Weitere Infos auf https://www.loosli-maschinen.ch/39-fuetterungscomputer